Ziel des Yoga ist es, den Geist zur Ruhe zu bringen, in den Augenblick zu kommen und sich bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen. Achtsamkeit für sich zu entwickeln, für die eigenen Bedürfnisse. Den Fokus nach innen zu richten, in einer Zeit, in der wir meist im Außen unterwegs sind.
Die Einflüße des klassischen Yoga auf der Grundlage der Yogasutras nach Pantanjali, so, wie es auch am Yogainstitut in Mumbai von Dr. Jayadeva Yogendra gelehrt wird und
meine langjährige Erfahrung als Physiotherapeutin und Osteopathin fließen mit ein in jede Behandlung.
Ein besonderer Aspekt des Yoga ist sein Einfluss auf das vegetative Nervensystem. In unserem Alltag befinden wir uns häufig in einem Zustand erhöhter Anspannung, in dem der Sympathikus – der Teil
des Nervensystems, der für Aktivität und Stressreaktionen verantwortlich ist – dauerhaft aktiviert bleibt. Dies kann sich unter anderem in Muskelverspannungen, Erschöpfung, Schlafstörungen oder
einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit zeigen.
Durch achtsame Bewegung, bewusste Atmung und Entspannungstechniken kann Yoga das parasympathische Nervensystem stärken, das für Regeneration, Erholung und innere Ruhe zuständig ist. Der Körper
erhält dadurch die Möglichkeit, aus dem Zustand ständiger Anspannung herauszufinden und wieder mehr Balance zu entwickeln. Diese Regulation des Nervensystems kann sich positiv auf das allgemeine
Wohlbefinden, die Stressverarbeitung und den Umgang mit Schmerzen auswirken.
In Kombination mit der Osteopathie entsteht so ein ganzheitlicher Ansatz: Die osteopathische Behandlung kann Impulse für mehr Beweglichkeit und Regulation setzen, während Yoga dazu beiträgt,
diese Veränderungen im Alltag zu unterstützen und die Fähigkeit des Körpers zur Selbstregulation langfristig zu stärken.
